Chassiskunde

Carson 1-5 Chassis - Chassiskunde Teil-01

Die Geburtsphase des neuen Babys aus dem Hause Carson zog sich etwas lange hin, doch es sei vorweg genommen, es hat sich wirklich gelohnt. Gross und gut entwickelt erblickte das neue Familienmitglied das Licht der Welt. So dass auch die Eltern der Carson Familie stolz auf ihren Jüngsten sein konnte.

Und es mag wohl kaum einer bestreiten, der jüngste Spross macht aus jeder Perspektive eine gute Figur. Und vor allem das wichtigste, es ist alles dran, was das Herz der RC-Fans erfreut. Ehe die Begeisterung aber mit uns durch geht, und wir uns verzetteln, wollen wir uns bemühen systematisch vor zu gehen.
Der interessierte Käufer hat die Qual der Wahl, wenn es um die zu erstehende Variante des Chassis geht. In Punkto Karossen gibt es für fast jeden Geschmack die richtige Haube. So sind zur Zeit aus der DTM der Opel Astra, zwei Audi TT und der Alesi Mercedes lieferbar.

Wer aber absolut nicht auf DTM steht, auch recht, denn dieser kann das VIP Car aus der V8 Star Serie wählen. Oder wie wäre es mit einem BMW M3 GTR. Wer es eleganter und ziviler wünscht, für den bietet Carson den Porsche Carrera GT. Eigentlich müßte für jeden das passende dabei sein, oder?

Aber egal welche Behausung man sein Votum gibt, darunter befindet sich immer das gleiche Chassis, weshalb wir uns nun auch hauptsächlich mit diesem beschäftigen wollen. Betrachtet man sich das Chassis von unten, so fällt zuerst die elegante Brünierung auf, die dem Chassis ein elegantes Aussehen verleiht. Neben der Super Optik überzeugt aber auch die Konstruktion. So sind neben allen normalen Montageschrauben auch die Motorschrauben versenkt. Das verhindert unschöne Beschädigungen der Schrauben, wenn man mal Bodenkontakt mit der Chassisunterseite bekommt. Auf dem ersten Blick, des wieder auf allen Vieren stehenden Fahrwerks, fällt der große Schaumstofframmer auf, der schon serienmäßig montiert ist. Dieser schützt wirkungsvoll die Karosse vor ernsthaften Beschädigungen. Aber auch so mancher menschlicher Knöchel dürfte dies vielleicht in Zukunft danken, sollte einmal ein fanatischer Zuschauer in die Bahn des Racers kommen Zusätzlich zu den eingebauten Nettigkeiten bietet der Lieferzustand aber noch einiges, was erwähnenswert ist.

So liefert Carson zusätzlich noch Karosseriehalter, wenn die Karosse einmal etwas breiter ausfallen sollte. Ein netter optischer Gag sind die Neon farbigen Karosserieclips. Als weiteres Zubehör sind natürlich die Steuergestänge für Gas und hintere Bremse beiliegend. Schon fertig vorgebogen und mit Stellringen und Federn bestückt. So braucht der Einsteiger im Großmaßstab sich keine Gedanken darüber zu machen, wo was hin gehört und wie die einzelnen Gestänge zu biegen sind. Ebenso liegen natürlich das Montagematerial zur Befestigung der Servos bei.

Damit man auch einmal den Vergaser nach justieren, oder die Zündkerze heraus schrauben kann, liegt ein Kombinationsschlüssel bei, der alles im Griff hat. Auch sind keine verrenkten Finger beim Öffnen des Tankverschlusses zu erwarten, wenn man dabei den beigefügten speziellen Schlüssel verwendet.

1:5er von Carson schon komplett vormontiert ist, so ist es doch ratsam einmal in die beigefügte Bauanleitung zu schauen. Hier erfährt der neue Besitzer alles über die wichtigen Einstellungen an Motor und Fahrwerk, bekommt eine Übersicht über eventuell erforderliche Ersatzteile, und erhält wichtige Informationen, sollte einmal etwas demontiert werden müssen. Für alle wichtigen Baugruppen zeigt Carson hierin die Montageanleitungen.

Kommen wir erst einmal zu den weiteren technischen Details des Modells und betrachten diese von der Kraftquelle in Richtung der Reifen, die die Power auf den Boden übertragen. Der Kraftspender ist ein Zenoah Komatsu G230 RC. Ein aktueller Motor aus der Zenoah Serie, der für den Einsteiger und Hobbyfahrer reichlich Kraft produziert.

Die Verbrennungsluft saugt der Vergaser über einen Standartluftfilter an. Dieser besitzt ein auswaschbaren Schaumstoffeinsatz, der die Schmutzpartikel aus der angesaugten Luft filtert.

Die verbrannte Luft wird über das Resorohr entlassen, welches schon serienmäßig zur umfangreichen Ausstattung gehört. Besonders auffallend ist hier die interessante Befestigung des Resorohres am Chassis, welche über eine Federaufhängung verfügt. Schwingungen werden so erfolgreich vom Chassis fern gehalten und Brüche einer alternativen festen Halterung gehören so der Vergangenheit an.

Die vom Motor erzeugte Kraft wird über ein einstufiges Getriebe auf eine Zwischenwelle übertragen, worauf auch die doppelte Scheibenbremse positioniert ist.

Bei anderen Herstellern teuer als Zubehör zu kaufen, liefert Carson schon in der Grundausstattung eine Getriebeabdeckung aus klarem Kunststoff. So ist das Getriebe wirkungsvoll vor Fremdkörpern, wie kleine Steinchen, geschützt.

Ausgehend von der Zwischenwelle erfolgt die Kraftverteilung über eine weitere Getriebestufe auf das serienmäßige Alu Differenzial. Das Hinterachsmodul wird über eine Aluplatte mit der Motor- / Getriebehalterung versteift, sodass keine Winkelbewegungen und Verwindungen an der Hinterachse entstehen können. Dies ist wichtig für einen konstanten Achsabstand zwischen Diff und Bremswellenzahnrad. Fehlt dieses Teil können bei hohen Belastungen die Zahnflankenspiele differieren, was zu Beschädigungen an den Zahnrädern führen kann.

Vom Getriebe aus übertragen Knochengelenkwellen die Power auf die Hinterräder. Spendabel, wie Carson nun einmal ist, zeigte man sich auch bei der Ausstattung der Hinterachse. Hier findet man zur Überraschung einen 4 mm starken Stabilisator. Dieser verhindert das zu starke einseitige seitliche Einfedern der Hinterachse und sorgt so für ein ruhigeres Fahrverhalten.

Jedes einzelne Hinterrad besitzt einen unteren Trapezquerlenker, der über Kugelköpfe und Gewindeschrauben am Chassis angelenkt ist. Hierüber läßt sich die Vorspur und in Grenzen die Spurweite einstellen. Die obere Anlenkung erfolgt über eine Schubstrebe mit Gewindeeinstellung, die eine Sturzeinstellung über weite Bereiche zuläßt. Erwähnensw- und Lobenswert ist, dass alle Gewindeverstellungen über ein rechts-/links Gewinde verfügen. So ist eine Verstellung der Werte im eingebauten Zustand möglich.

Ein weiteres Ausstattungsmerkmal ist die Möglichkeit einer Verstellung der Ausfederbegrenzung. Mittels dieser Madenschrauben läßt sich die Bodenfreiheit des Chassis einstellen.

Zu guter Letzt findet man hinter der Hinterachse noch einen geheimnisvoller Schlauch. Aber eine Aufklärung ist schnell gefunden. Es ist der Schlauch der Tankentlüftung. Eventuell überlaufender Sprit wird so außerhalb des Modells geführt, sodass keine ölige Verschmutzungen im Modell selbst entstehen.

Ein weiteres erwähnenswertes Ausstattungsmerkmal sind die Stoßdämpfer, die natürlich auch an der Vorderachse zu finden sind. Es handelt sich hierbei nicht um Imitationen ohne Innenleben, sondern um hochwertige echte Öldruckdämpfer aus Aluminium. Die Vorspannung der Federn geschieht über eine Rändel Einstellmutter.

Nun, die Hinterachse können wir nun als abgehandelt betrachten und wir wenden uns dem vorderen Gegenstück zu. Die eigentliche Radaufhängung besteht aus einem oberem und unterem Dreiecksquerlenker. Wobei der obere Querlenker mit einstellbarem rechts / links Gewinde versehen ist, sodass hierüber der Sturz einstellbar ist. Der Nachlauf ist durch Verschiebung der Querlenker auf den jeweiligen Befestigungsachsen möglich. Gut zu erkennen ist, dass auch die Vorderachse zum Einbau eines Stabis vorbereitet ist.

Identisch zur Hinterachse läßt sich mittels Madenschraube auch an der Vorderachse die Ausfederung begrenzen bzw. die Bodenfreiheit einstellen. Auch an dieser Achse findet man eine Verstärkung aus Alu, die den Vorderwagen erfolgreich stabilisiert und eine verwindungssteife Einheit ergibt.

Die Beschreibung trifft auch auf die 1:6 er Modelle sowie FG-Grossmodelle mit ein wenig Änderungen zu. Auf Tetails können wir hier leider nicht weiter eingehen da dies zu Umfangreich werden würde.

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