Chassiskunde

CARSON 1-5 Chassis - Chassiskunde Teil-02

Kommen wir zu der großen Überraschung bei dem Carson 1:5er Fahrgestell. Einzigartig ist es, dass bei solch einem Einsteigermodell serienmäßig vordere Scheibenbremsen geliefert werden. Wir haben uns eigentlich schon häufig gefragt, warum diese bei Modellen der anderen Hersteller meist fehlt. Es ist einfach eine Tatsache, dass ein Großmodell nur mit der alleinigen Heckbremse nicht gerade optimal fahrbar ist, wenn es ans Bremsen geht. Man sollte einmal versuchen, einen großen PKW nur mit der Handbremse ab zu bremsen. Häufige Dreher wären der Fall. Um so unverständlicher ist, dass man bei den Einsteigermodellen anderer Hersteller diese teuer zukaufen muss. Nun gut, belassen wir es dabei. Um so lobenswerter aber, dass dies Carson erkannt hat. Und weil die Sache so begeistert, ein paar Bilder mehr ins Detail.

Dabei ist die Scheibenbremsanlage schon fertig eingebaut und justiert, sodass lästige Grundeinstellungen erst einmal nicht nötig sind. Herausragend ist die Qualität der Anschlüsse der Bowdenzüge. An allen Enden findet man schraubbare Nippel, sodass eine Dejustage durch heraus rutschende Zughüllen kaum möglich ist. Im großem Bogen geführte Bowdenzüge vermindern Reibungsverluste und erleichtern die Arbeit des Servos.

Bei dieser fast schon überkompletten Ausstattung, die Carson hier präsentiert, erübrigt es sich schon fast zu erwähnen, dass auch die Spurstangen und die Servoansteuerung der Lenkung, Gewindestangen mit rechts/links besitzen. Dabei fällt auf, dass der Sechskant recht lang ausgeführt wurde, sodass für das ansetzen des Gabelschraubenschlüssels keine Uhrmacher Werkzeuge gebraucht werden.

Für die Ansteuerung der Brems- und Lenkfunktion sind natürlich entsprechende Servos nötig. Diese finden ihren Platz in der hinter der Vorderachse sitzende Servoplattform aus Glasfaser verstärktem Kunststoff. Der kompletten Ausstattung des Modells wird auch hier Genüge getan, denn zum Lieferumfang gehören eine Box für den Empfänger und eine ebensolche für den großen 5 zelligen Empfängerakku. So bleibt auch hier kein Wunsch offen, und es muß kein Zubehör extra gekauft werden.

Was bleibt ist der Behältnis für den Lebenssaft, der Tank. Er besitzt ein Fassungsvermögen von 0,7 Liter und reicht aus für lang andauernden Fahrspass mit einer Tankfüllung. Zugegeben, die Anordnung der Schläuche sieht auf dem ersten Blick etwas verwirrend aus, hat aber alles seinen Sinn. Aus einem Schlauch saugt der Vergaser seinen Energie reichen Saft. Der andere basiert als Rücklaufschlauch für das zuviel an Sprit. Die zwei dicken Schläuche dienen als Entlüftung und enden gemeinsam in dem schon an der Hinterachse besprochenen Schlauch.

Wo Sprit raus kommt, muß erst einmal welcher hinein. Damit man sich die Finger nicht beim aufdrehen des Tankverschlusses verbiegt, hat Carson einen Schlüssel zum Öffnen bei gelegt. Mit diesem ist es eine Leichtigkeit den Verschluss auf zu drehen. Auch bei der eigentlichen Verschraubung wurde nachgedacht, denn wie oft ist es schon passiert, dass man diesen verlegt. Das kann hier nicht passieren, da der Verschluss im Tank angebunden ist.

Auf jedem Chassis gehört ein Deckel. Auch zur Befestigung der Karosse geht Carson einen anderen Weg, insbesondere bei der vorderen Halterung. Ist die Karosseriehalterung für den hinteren Karosserieteil noch als Standart zu bezeichnen, begnügte man sich in Höhe der Vorderachse mit nur einem Karosseriepin. Dies ist auch völlig ausreichend. Als Vorteil ist zu sehen, dass die vordere Karosserie nur von einem Pin verunziert wird.

Kommen wir zum Schluß der Chassiskunde und betrachten noch einmal die Unterseite des 1:5er. Auch hier sind ein paar praktische Details zu erkennen. So sind diverse Bohrungen vorhanden, die eine Montage bzw. Demontage der Mechanik erleichtern. So befinden sich im Bereich der Vorderachse 4 Bohrungen, durch die 4 Fixierschrauben der unteren Querlenker gelöst werden können. In Höhe der Servos sind Bohrungen angebracht, die es ermöglichen das Servohorn des hängenden Lenkservos zu lösen, ohne dass dieses ausgebaut werden muss. Dies ist angenehm gelöst, wenn weitreichende Justierarbeiten ausgeführt werden müssen.

Eine sehr sinnvolle Chassisöffnung ist im hinteren Teil zu erkennen. Diese ermöglicht eine Demontage des Auspuffkrümmers, auch ohne das man den ganzen Motor ausbauen muss. Dies ist ungemein praktisch, wenn einmal ein gerissener Auspuffkrümmer zu wechseln ist. Dies sollte zwar nicht passieren, aber man sollte eben niemals nie sagen.

Bleibt noch ein Blick auf die voll versenkten Motorschrauben und die schon vorgesehenen Bohrungen für eine alternative Karosseriehaltermontage. So ist gesichert, dass man immer die richtige Position für die Karosseriehalter hat, egal um welches Body es sich handelt. Im Zusammenhang mit den längeren Karosseriehaltern, die zusätzlich beiliegen, dürfte es keine Probleme bei der Karosserie Fixierung geben.

Wichtig zu erwähnen, daß auch bei den Reifen und Felgen an den Einsteiger gedacht wurde. Ohne Aufpreis werden die Reifen schon fertig auf Felge montiert und verklebt geliefert. Das erleichtert die Arbeit ungemein, da es für Einsteiger manchmal ein größeres Problem darstellt, die Reifen sauber auf der Felge zu verkleben. Damit sich die Felgenaufnahme nicht bei Wärme oder hohen Belastungen weitet, wurde ein Aluring um die Felgenaufnahme gelegt.

Bevor wir die Chassisbeschreibung beenden, zeigen wir noch einmal zwei Bilder vom kompletten Chassis, wie es von Carson geliefert wird. Nachfolgend wollen wir uns etwas mit den Details des Motors und der Fernsteuerung befassen.

Die Beschreibung trifft auch auf die 1:6 er Modelle sowie FG-Grossmodelle mit ein wenig Änderungen zu. Auf Details können wir hier leider nicht weiter eingehen da dies zu Umfangreich werden würde.

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